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FAQ - FIBU-Sammelkonto

(Stand: 07/2026)

Verfügbar in Subscription: Core · Pro · Ultimate

Betrifft

  • 💶 Buchhaltung
  • ⚙️ Administration

Frage

Was ist ein FIBU-Sammelkonto und wie wird es im Adressstamm verwendet?

Kurzantwort

Das FIBU-Sammelkonto ist ein Sachkonto der Finanzbuchhaltung, dem die Debitoren- bzw. Kreditorenkonten (Personenkonten) zugeordnet werden. Es ersetzt nicht die Buchhaltungsnummer und wird nur von bestimmten Buchhaltungsschnittstellen ausgewertet.

Lösung / Überblick

Das FIBU-Sammelkonto (Finanzbuchhaltungs-Sammelkonto) fasst die Salden mehrerer Personenkonten auf einem gemeinsamen Sachkonto zusammen. Während jeder Kunde oder Lieferant ein eigenes Personenkonto besitzt, erscheint im Hauptbuch nur der zusammengefasste Saldo des Sammelkontos.

Beispiel:

  • Kunde A: 500 €
  • Kunde B: 1.200 €
  • Kunde C: 300 €

Im Hauptbuch erscheint lediglich: Debitoren-Sammelkonto: 2.000 €

Unterschied zur Buchhaltungsnummer:

FeldBedeutung
Buchhalt.Nr.Debitoren- bzw. Kreditorennummer (Personenkonto)
FIBU-SammelkontoSachkonto, unter dem diese Personenkonten in der Finanzbuchhaltung zusammengeführt werden

Das FIBU-Sammelkonto ersetzt nicht die Buchhaltungsnummer – beide Felder werden gemeinsam benötigt.

Feldposition: Adressstamm → Registerkarte „Finanzen" → Bereich „Allgemein" (sowohl für Kunden als auch für Lieferanten vorhanden).

Verwendende Schnittstellen: Infoniqa ONE 50 / Sage 50 REWE (Pflichtfeld), Abacus, ADDISON, SAP, benutzerdefinierte Buchhaltungsschnittstellen.

Nicht verwendende Schnittstellen (Beispiele): DATEV (ASCII/XML), Lexware, GDI, Navision, Schilling, Europa 3000.

Bei Infoniqa ONE 50 / Sage 50 REWE ist das Feld ein Pflichtfeld. Fehlt der Eintrag, kann der Stammdatenexport nicht durchgeführt werden und es erscheint eine entsprechende Fehlermeldung.

Welcher Wert eingetragen wird: die Sachkontonummer des Debitoren- bzw. Kreditoren-Sammelkontos aus der Zielbuchhaltung. Welches Konto verwendet wird, richtet sich nach dem Kontenrahmen und den Vorgaben der Buchhaltung bzw. des Steuerberaters – z. B. unterschiedliche Sammelkonten für Inland, EU, Drittland oder verschiedene Geschäftsbereiche.

Verhalten bei Belegerstellung: Beim Anlegen eines Belegs wird das FIBU-Sammelkonto aus dem Adressstamm in den Beleg übernommen. Änderungen im Adressstamm wirken sich nicht automatisch auf bereits vorhandene Belege aus – wurde das Sammelkonto nachträglich geändert, muss es bei bestehenden Belegen ggf. ebenfalls angepasst werden.

Vorteile: übersichtliche Hauptbuchhaltung, detaillierte Verwaltung über Debitoren- und Kreditorenkonten, saubere Zuordnung in der Finanzbuchhaltung, automatische Abstimmung zwischen Haupt- und Nebenbuchhaltung, korrekte Übergabe an unterstützte Buchhaltungssysteme.

Prüfpunkte:

  • Ist das FIBU-Sammelkonto im Adressstamm (Finanzen → Allgemein) befüllt?
  • Passt das eingetragene Sammelkonto zur verwendeten Buchhaltungsschnittstelle?
  • Ist bei Infoniqa ONE 50 / Sage 50 REWE das Pflichtfeld ausgefüllt?
  • Wurde das Sammelkonto bei bereits bestehenden Belegen ebenfalls angepasst, falls es nachträglich geändert wurde?

Hintergrund

> Das FIBU-Sammelkonto sorgt dafür, dass die Hauptbuchhaltung übersichtlich bleibt: Einzelne Debitoren-/Kreditorensalden werden auf einem gemeinsamen Sachkonto zusammengeführt, während Detailinformationen weiterhin je Kunde bzw. Lieferant auf den Personenkonten geführt werden. Ob das Feld benötigt wird, hängt ausschließlich von der verwendeten Buchhaltungsschnittstelle ab – nicht vom Land des Unternehmens.

Häufige Fehler

Typische Ursachen oder Missverständnisse sind:

  • Annahme, das FIBU-Sammelkonto könne die Buchhaltungsnummer ersetzen – beide Felder erfüllen unterschiedliche Aufgaben und werden unabhängig voneinander benötigt.
  • Annahme, das Feld sei nur für Unternehmen in der Schweiz relevant – es ist nicht an ein bestimmtes Land gebunden.
  • Erwartung, dass eine Änderung im Adressstamm sich automatisch auf bereits vorhandene Belege auswirkt – Belege behalten den ursprünglich übernommenen Wert bei.

Tipp

> Nach einer Änderung des FIBU-Sammelkontos im Adressstamm prüfen, ob bereits vorhandene, noch nicht exportierte Belege das Sammelkonto ebenfalls angepasst benötigen – sonst wird beim Export weiterhin der alte Wert verwendet.

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